Alle Infos zur kardiologischen Rehabilitation
Die kardiologische Rehabilitation ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Genesung nach einer Herzerkrankung. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst:
Mit welchen kardiologischen Krankheitsbildern sollte man auf eine Reha gehen?
Eine kardiologische Reha ist grundsätzlich für alle Menschen, die ein kardiovaskuläres Ereignis erleiden.
Dazu gehören
- Patienten, die am Herz operiert wurden, etwa mit angeborenen oder erworbenen Herzfehlern.
- Natürlich sollten auch Patienten, die von Kardiologen interventionell behandelt wurden, eine Reha absolvieren, etwa nach dem Einsetzen eines Stents, nach Verschlüssen von Herzohren oder elektrophysiologischen Behandlungen von Herzrhythmusstörungen.
- Außerdem chronische Herzerkrankungen, wie Herzmuskelschwäche oder Bluthochdruck
Wann ist der richtige Zeitpunkt, einen Rehabilitationsaufenthalt anzutreten?
Wichtig ist, dass die Reha möglichst rasch nach dem Ereignis stattfindet. Je früher, desto besser.
Die kardiologischen Behandlungsmethoden sind heute sehr effizient, der Leidensdruck dadurch stark reduziert und der Herzmuskel oft ohne Schaden. Dadurch kann die Reha rasch nach dem Eintritt des Ereignisses erfolgen, obwohl der Patient subjektiv keinen Leidensdruck hat.
Es gibt allerdings auch Ausnahmen, etwa bei einer akuten Herzmuskelentzündung, bei der das Herz nicht belastet werden soll. Den idealen Zeitpunkt für eine Behandlung klären Sie am besten mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. Ihrer Ärztin.
Warum ist eine Reha wichtig?
Die Reha dient dazu, die Lebensqualität und durch Lebensstilmodifikation die Gesundheitsprognose zu verbessern.
Nach traumatisierenden Herzereignissen, etwa einem plötzlichen Herztod mit Wiederbelebung, ist vor allem eine intensive psychologische Betreuung zur mentalen Wiederherstellung notwendig.
Ganz entscheidend ist die Vermittlung von krankheitsauslösenden Ursachen, wie zum Beispiel die Entstehung der Arteriosklerose, durch Stress, Bewegungsmangel, Fehlernährung, Übergewicht und Rauchen. In der Reha werden Werkzeuge in die Hand gegeben, um den Lebensstil anzupassen und auch nach der Entlassung gesünder weiterleben zu können.
Was erwartet mich während einer kardiologischen Reha? Wie läuft eine solche ab?
Eine kardiologische Reha dauert 22 Tage.
Sie basiert im Wesentlichen auf drei Säulen: Bewegung, Ernährung und psychologische Betreuung.
- Die Bewegung umfasst Ausdauer, Kraft und Koordination, die in adäquaten Übungsgruppen durchgeführt werden.
- Besonderen Wert wird auf eine gesunde Ernährung gelegt und im Bedarfsfall erhalten die Patientinnen eine spezifische diätologische Beratung.
- Die psychologische Betreuung dient der Bewältigung des Traumas, das eine Herzkrankheit meist begleitet.
- Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche Informationsveranstaltungen zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen.
Kann oder soll ich mich als Patientin bzw. Patient auf eine Reha vorbereiten?
Eine spezielle Vorbereitung ist nicht nötig. Wichtig ist, dass der Reha-Antrag detailliert ausgefüllt ist. Besprechen Sie dies mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt.
Hier finden Sie alle Reha-Zentren, die auf Kardiologie spezialisiert sind.
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