Kur und GVA mit Hund: In diesen Hotels ist das möglich
Eine Kur bzw. Gesundheitsvorsorge Aktiv (GVA) dauert in Österreich in der Regel drei Wochen. Wer einen Hund hat, steht dabei oft vor einer ganz praktischen Frage: Was passiert in dieser Zeit mit meinem Haustier?
Gut, man kann den Hund abgeben. Wer eine große Familie hat, findet vielleicht hier Möglichkeiten. Auch Fremdbetreuung ist möglich: Es gibt mittlerweile zahlreiche Hundepensionen, etwa in Wien das Hotel4Paws oder am Wallsersee das Schnauzerl Hotel. Doch die Preise dafür sind mit etwa 60 Euro pro Tag durchaus beachtlich, in drei Wochen sind das zirka 1.300 Euro.
Und was tut man, wenn der Hund sehr an einen gewöhnt ist und sich gar nicht trennen mag? Nun, dann gibt es in einigen Kureinrichtungen auch die Möglichkeit, den Hund zur Therapie mitzunehmen.
So klappen Kur und GVA mit Hund in der Praxis
Damit das Modell Kur bzw. GVA mit Hund wirklich stressfrei funktioniert, braucht es drei Dinge:
1) Eine Unterkunft, die Hunde akzeptiert
WICHTIG: Auf dem Antrag für Kur oder GVA, den Sie bei der Sozialversicherung abgeben, können Sie nicht anführen, dass Sie einen Hund haben. Das heißt, Sie müssen bei der Antragstellung eine Einrichtung angeben, die Hunde akzeptiert.
Eine kleine Auswahl finden Sie weiter unten. Tragen sie das Haus als Wunschhaus auf dem Antrag ein und geben Sie den Antrag ab.
- Sobald Ihr Antrag genehmigt worden ist, rufen Sie in Ihrer Kureinrichtung an und geben bekannt, dass Sie mit Hund anreisen. Es gibt in jedem Haus nur eine bestimmte Anzahl Hundezimmer und die sind nicht immer sofort verfügbar.
- Fragen Sie nach dem Selbstbehalt bei Hunden, damit Sie beim Auschecken keine Überraschung erleben.
- Geben Sie bekannt, ob sie einen oder mehrere Hunde halten
2) Ein Hund, der den Kuralltag mitmacht
Der Therapieplan ist meist eng. Das klappt vor allem dann gut, wenn der Hund:
- ruhig ist,
- kurze Wartezeiten aushält,
- einige Stunden alleine im Zimmer bleiben kann, ohne zu bellen oder Stress zu haben.
3) Planung rund um Therapiezeiten
Viele unterschätzen den Ablauf: In drei Wochen gibt es tägliche Therapien (außer am Wochenende), immer vormittags und nachmittags, teilweise auch Vorträge am Abend. Bewährt hat sich:
- Gassi-Routine vor dem Frühstück und zwischen Therapieblöcken
- ausreichend Beschäftigung (Kauartikel, Decke von zuhause)
- klare Absprachen mit der Einrichtung (z. B. Zimmerreinigung nur, wenn bei Ihrer Anwesenheit.
Typische Regeln in Kureinrichtungen und Hotels
Auch wenn Hunde erlaubt sind, gelten meist klare Regeln. Häufig sind das:
- Leinenpflicht im gesamten Haus / am Gelände
- Hunde nicht im Speisesaal, Therapie- oder Wellnessbereich
- ggf. Maulkorbpflicht in öffentlichen Bereichen (je nach Hausordnung)
- Sackerl stets mitführen und verwenden
- den Hund nicht auf die Möbel lassen
- Begrenzung auf bestimmte Zimmer oder Stockwerke
- nur alleinige Liftbenützung aus Rücksicht auf Tierhaarallergiker
Je besser Sie das vorher erfragen, desto entspannter wird der Aufenthalt.
Was kostet eine Kur bzw. GVA mit Hund
Die Preise variieren je nach Einrichtung. Bei den Hotels, die unten aufgeführt sind, liegen sie zwischen 13 Euro (im Gesundheitsresort Königsberg) ohne Futter pro Tag und etwa 25 Euro pro Tag.
Kurhotels mit Hundezimmer
Die folgende Liste ist ein Überblick – sie ist nicht vollständig. Wir haben ein paar Hotels recherchiert, in denen eine Kur mit Hund möglich ist:
Reduce Gesundheitsresort Bad Tatzmannsdorf:
10 Hundezimmer, große Parkanlage
Moorbad Bad Großpertholz:
12 Hundezimmer, zahlreiche Spaziermöglichkeiten
Gesundheitsresort Königsberg, Bad Schönau:
4 Hundezimmer, nicht eingezäunte Hundewiesen mit Sackerlspendern
Kurhotel Bad Zell:
2 Hundezimmer und wenige Gehminuten entfernt die Kurvilla mit 2 Apartments, ebenfalls zur Belegung mit Hund
OptimaMed Gesundheitsresort Salzerbad, Kleinzell:
6 Hundezimmer, Agility Platz und zahlreiche Wanderrouten direkt vor der Tür, hauseigener Shop für Hundefutter, Spielzeug und Zubehör, Kühlschrank für BARF-Lagerung verfügbar
Foto: beigestellt von Optimamed
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